Meilensteine

Highlights der Verbandsaktivitäten

b2-1-3-sp2-fab-DSC00159Nach Gründung im Jahr 1972 konnte 1975 im nördlichen Bereich des Zweckverbands mit dem Bau des Hochbehälters Faberöd und der Verlegung der Fernleitungen von Egglham über Amsham bis nach Hirschbach begonnen werden.

1977 wurde das Maschinenhaus in Egglham errichtet und damit die Versorgungssicherheit mit einwandfreiem Trinkwasser für diese Region sichergestellt. 1981/1982 wurde mit den neuen Versorgungsleitungen nach Bad Birnbach und Hirschbach die künftige Versorgung eines weiteren Areals gewährleistet.

Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit aus dem nördliches Verbandsgebiet

Ein besonders gelungenes Beispiel im nördlichen Bereich des Verbandsgebiets für kommunale Zusammenarbeit ist die Achse ZWR / Stadtwerke Pfarrkirchen. So liefert der Zweckverband hier einerseits Rohwasser aus Anzenkirchen an die Stadtwerke Pfarrkirchen, während die Stadtwerke aufbereitetes Trinkwasser aus Pfarrkirchen an das angrenzende Postmünster und in den Raum Nöham / Dietersburg liefern.

Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit aus dem südlichen Verbandsgebiet

Im südlichen Bereich des Verbandsgebiets – mit den Gemeinden Reut, Wittibreut und Zeilarn – konnte der ZWR durch die Kooperation von zwecksverbandseigenen Brunnen bei Wittibreut und Gumpersdorf mit dem Markt Tann ebenfalls eine besonders wirtschaftliche Lösung schaffen, die alle Beteiligte zufrieden stellte. Indem sich beide Seiten gegenseitig Wasser zur Verfügung stellen, konnten alle Beteiligten ihre Versorgungssicherheit wesentlich steigern. Mittlerweile fließt „Rottaler Wasser“ – abgesichert durch Wasserlieferungsverträge – über die Gemeinde Marktl sogar bis nach Oberbayern.

Größtmögliche Effizienz als oberste Prämisse

Immer auf der Suche nach größtmöglicher Effizienz, konnte der ZWR mit der Gründung einer Betriebs-GmbH für Baudienstleistungen sowie der gemeinsamen Verwaltung mit den Wasserversorgungen Mittlere Vils und Oberes Kollbachtal seine Wirtschaftlichkeit weiter fördern.

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Doch nach wie vor stellt die gesunde und kontinuierliche Wasserversorgung im Verbandsgebiet mit seinen 713 Ortschaften und rund 6.000 Anwesen eine enorme Herausforderung dar. Konnte der Verband bisher rund 47 Prozent aller Ortsteile und damit 76 Prozent der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser versorgen, ist das vorrangigste Ziel für die kommenden Jahre, ebenfalls die Versorgung der verbleibenden knapp 400 Ortsteile, Weiler bzw. Einöden mit durchschnittlich vier Anwesen mit frischem und einwandfreiem Trinkwasser zu beliefern.

So wurde beispielsweise im Sommer 2015 der Startschuss für Anbindung von acht Egglhamer Ortsteile an die zentrale Wasserversorgung gegeben. Hier werden – aufgrund der schlechten Wasserqualität sowie des zunehmenden Wassermangels der bisherigen privaten Einzelbrunnen – künftig auch die Ortsteile Schnecking, Öd, Limbach, Hoisberg, Wampendobl, Hausschwendt, Haag und Kindham, an die öffentliche zentrale Wasserversorgung angeschlossen werden. Mehr zum Projekt: s.a. News-Beitrag „ZWR sorgt für sichere Versorgung mit Trinkwasser“.

Kooperationen über die Verbandsgrenzen hinaus

Ein weiteres Projekt für interkommunale Zusammenarbeit und Wirtschaftlichkeit war 2014 der Anschluss der Gemeindeteile Oberbreitenbach und Stocka – gelegen zwischen Arnstorf und Dietersburg – an die öffentliche, zentrale Wasserversorgung. Der ZWR, zuständig für die beiden abgelegenen Orte, die am nordwestlichen Rand des Versorgungsgebietes liegen, kooperiert bei diesem Projekt aus wirtschaftlichen Überlegungen mit dem Markt Arnstorf, der außerhalb des Verbandsgebiets liegt.

Um Oberbreitenbach und Stocka samt Umgebung zu versorgen, kauft der Zweckverband das Wasser bei diesem Projekt vom Markt Arnstorf und leitet es in einer 2.300 Meter langen Hauptwasserleitung von Adermann über Oberbreitenbach und Stocka bis nach Thalöd. Darüber hinaus waren noch 1.200 Meter lange Hausanschlussleitungen sowie vier Hydranten zu legen und zu errichten. Insgesamt werden durch dieses Projekt in Zukunft 19 Anwesen an die neue Anlage angeschlossen und können sich künftig über sauberes Trinkwasser freuen.

Mit dieser Kooperation vermeidet der Zweckverband teure Erschließungskosten: Denn beim Anschluss neuer Leitungen innerhalb des eigenen Verbandgebiets hätten aufgrund der Höhenunterschiede im Gelände zusätzlich teure Pumpen beziehungsweise Druckerhöhungsanlagen angeschafft und installiert werden müssen, um die stark unterschiedlichen Gefälle auszugleichen. Aufgrund der langen Zuleitung wurde diese Baumaßnahme vom Freistaat Bayern finanziell gefördert. Für ähnliche Projekte wird sich allerdings für die Zukunft erschwerend auswirken, dass der bayerische Staat künftig keine Zuschüsse mehr an Wasserversorger ausschütten wird.

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