Chronik unseres Verbands

Seit über 40 Jahren – Wasserqualität und Versorgungssicherheit im Verbund

Heute gehören neun Gemeinden zum Zweckverband Wasserversorgung Rottal: Der nördliche Teil umfasst die Gemeinden Bad Birnbach (teilweise), Dietersburg, Egglham, Postmünster, Pfarrkirchen (teilweise) sowie Triftern. Der südliche Teil umfasst Reut (teilweise), Wittibreut und Zeilarn. Beide Bereiche sind völlig unabhängig voneinander.

Wie alles begann

Erste Planungen für eine zentrale Wasserversorgung im Rottal begannen bereits im Jahr 1969, ausgehend von den Gemeinden Bockhorn und Grünbach. Ein Gutachten des Gesundheitsamtes Erding im Jahr 1970 verstärkte die Dringlichkeit des Vorhabens. Im Jahr 1972 war es dann soweit: Die Gemeinden Dietersburg und Egglham – unter Federführung der damaligen Bürgermeister Alois Reitmeier und Karl Hofbauer – gründeten den interkommunalen „Zweckverband Wasserversorgung Pfarrkirchen Nord“ als „Körperschaft des öffentlichen Rechts“.

In den Folgejahren schlossen sich die damals noch eigenständigen Gemeinden Postmünster, Anzenkirchen, Reut, Zeilarn, Hirschbach, Wittibreut und Pfarrkirchen dem Zusammenschluss an. Die Mitglieder nannten sich nun „Zweckverband Wasserversorgung Rottal“ – kurz ZWR.

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Das Rottal – Ein Verbandsgebiet mit vielen Herausforderungen

Ein Blick auf die Landkarte des rund 271 km&³2; großen Verbandsgebietes zeigt, dass der Verband mit seinem Geschäftsauftrag „eine umfassende, einwandfreie Trinkwasserversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten“, dabei vor einer echten Herausforderung stand:

Der Landkreis Rottal-Inn gehört mit einen rund 2.600 Einzelortschaften zu einem der streusiedelreichsten Landkreise in ganz Deutschland.
Die Rott, die in West-Ost-Richtung fließt, zerteilt den Landkreis zudem praktisch in zwei Hälften.
Überdies sind häufige und große Höhenunterschiede bewältigen.
Umdenken erforderlich – die Zeit der Rottaler Wasserkriege

Allen Beteiligten war bei Gründung des Zweckverbands klar, dass für die Zukunftssicherung der Region große, vor allem auch große finanzielle Anstrengungen zu stemmen waren. Es galt, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Um die Trinwkasserversorgung für die Zukunft zu sichern, waren Aufgaben zu lösen, mit denen die einzelnen Gemeinden überfördert gewesen wären. Wie viele Städte und Gemeinden stand auch das Rottal vor ganz neuen Herausforderungen.

Es war damals eine Zeit des Umbruchs und des Umdenkens im ganzen Land, häufig geprägt durch Gebietsreformen. Der überkommunale Zusammenschluss zu einem Zweckverband war hier eine ideale Lösung, die allerdings bei großen Teilen der Bevölkerung auf heftigen politischen Widerstand stieß. Besonders die „Vereinigte Bürgerinitiative“ versuchte damals vehement die Pläne und Entscheidungen des neuen Zwecksverbands zu stören bzw. zu verhindern. In den Medien wurde in dieser Zeit oft vom „Rottaler Wasserkrieg“ gesprochen.

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