ZWR verabschiedet Haushaltsplan 2016

Erstanschlüsse und Erstausbau im Fokus

Triftern/Pfarrkirchen. Die jüngste Verbandsversammlung des Zweckverbands Wasserversorgung Rottal (ZWR) fand am 31. Mai ab 10 Uhr im Rathaus des Markts Triftern die statt. Haupttagesordnungspunkt war die Verabschiedung des Haushalts- und Wirtschaftsplan 2016, das Entscheidungsgremium alle Bürgermeister und Verbandsräte der Mitgliedergemeinden des ZWR.

Wasserpreis von 1,10 EUR kann auch 2016 gehalten werden

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Der bisherige Wasserpreis – netto 1,10 EUR pro Kubikmeter – kann vom ZWR auch für das Haushaltsjahr 2016 gehalten werden. Zur Sicherung der notwendigen Investitionen in diesem Zeitraum hat der Verband bei der LfA einen Förderkredit von 1.300.000 EUR zu einem Zinssatz von 0,0 Prozent aufgenommen. Der Fokus der Investitionen im kommenden Jahr wird auf dem Erstausbau und Erstanschluss von Regionen und Anwesen liegen, wo die Versorgung bisher noch über hauseigene Brunnen lief. Allerdings sind diese Brunnen mittlerweile aufgrund der geänderten klimatischen Bedingungen sowie zunehmender externer Schadstoffeinträge häufig entweder ausgetrocknet oder stark belastet. Grundsätzlich ist die Kassenlage des Verbandes gesichert und die Wirtschaftslage im gesamten Verbandsgebiet hat sich durch den steten Ausbau des Verteilungsnetzes und eine kontinuierlich verbesserte Auslastung der Grundeinrichtungen positiv entwickelt. Allerdings, so ZWR-Werkleiter Diplom-Ingenieur Markus Schmitz, wird sich der Zweckverband künftig verstärkt um die Sanierung der in die Jahre gekommenen Leitungen und sonstigen Sachanlagen kümmern müssen: „Die technischen Anlagen haben im Durchschnitt einen natürlichen Lebenszyklus von rund 50 Jahren und der ZWR, gegründet 1972, feiert in sechs Jahren seinen fünfzigsten Geburtstag. Das heißt, dass ab demnächst sukzessive zusätzliche finanzielle Aufwendungen notwendig werden.“

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Im gesamten ZWR-Versorgungsgebiet finden umfangreiche Baumaßnahmen statt

Für das Wirtschaftsjahr 2016 sind neben der üblichen Baumaßnahmen (Erschließung von neuen Baugebieten, Hausanschlüsse) folgende rohrnetzgebundene Vorhaben geplant, für die in der Mehrzahl staatliche Zuwendungen geltend gemacht werden können: Beginn und Weiterführung der Baumaßnahmen in den Bauabschnitten (BA) Zeilarn (BA 37) – Kosten 1.119.000 EUR, Zuwendungen 613.540 EUR. Wittibreut (BA 38) – Kosten 1.115.000 EUR, Zuwendungen 632.460 EUR. Egglham (BA 43) – Kosten 670.000 EUR, Zuwendungen 104.500 EUR. Postmünster (BA 43) – Kosten 365.000 EUR, Zuwendungen 158.00 EUR. Reut (BA 40) – Kosten 985.000 EUR, Zuwendungen 593.430 EUR. Dietersburg (BA 41) inkl. Schneeharding (BA 42) – Kosten 740.000 EUR, Zuwendungen 323.435 EUR. Birnbach Kosten 25.000 EUR, keine Zuwendungen sowie Pfarrkirchen – Kosten 7.000 EUR, keine Zuwendungen. Zusammen sind das Investitionskosten von rund 5 Millionen EUR. Möglicherweise wird zudem auch die Umlegung einer bestehenden AZ-Leitung DN 300 auf einer Länge von circa 1.100 Metern notwendig werden. Für alle diese rohrleitungsgebundenen Maßnahmen können staatliche Zuwendungen geltend gemacht werden.

Kosten-Details der einzelnen Baumaßnahmen

Unter die Kategorie der nicht-rohrnetzgebundenen Investitionsmaßnahmen (ohne Bezuschussung) fallen unter anderem die Abteufung eines Ersatzbrunnens im Einzugsgebiet Egglham mit circa 350.000 EUR, die Installation eines Prozessleitsystems samt zugehöriger Kommunikationsinfrastruktur mit circa 150.000 EUR sowie die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Maschinenhauses in Egglham mit rund 50.000 EUR.

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