Sauberes Trinkwasser auch für die Zukunft

ZWR hat mit der Bohrung für Brunnen 3 in Egglham begonnen

Die Versorgungssicherheit mit frischem, unbelastetem Trinkwasser auch für die Zukunft sichern, das ist die vorrangige Aufgabe des kommunalen Zwecksverbands Wasserversorgung Rottal (ZWR). Aus diesem Grund wurde jetzt mit der Bohrung eines neuen Brunnens in Egglham – Brunnen 3 – begonnen.

Nach der Ausschreibung hatte die Firma Eder aus Hebertsfelden mit dem günstigsten Angebot den Zuschlag für den Bau des Brunnens Egglham 3 bekommen. Als Geologe wurde Ulrich Hafen vom gleichnamigen Ingenieurbüro in München verpflichtet, der den Bohrpunkt festlegte. Versuchsbohrungen mussten nicht vorgenommen werden, da der neue Brunnen 3 in bekanntem Gebiet liegt und die Erdschichten bereits erfasst sind, denn „100 Meter nach oben liegt Brunnen 2 und 100 Meter nach unten Brunnen 1“, so Wassermeister Roland Kainz.

Am 1. März wurde die Firma Eder in das Projekt eingewiesen. Zwei Tage später wurde der ausgewählte Bohrplatz und die Zufahrt befestigt und am 8. März die Baustelle eingerichtet. Die Bohrung verlauft in zwei Abschnitten: In der ersten Bohrphase wird das wasserundurchlässige Sperrohr, gesetzt. Für das Bohrloch mit 1,20 Metern Durchmesser kommt ein Seilbagger zum Einsatz, der 24 Meter in die Tiefe bohrt – bis zu einer undurchlässigen Lehmschicht im Boden, die auf natürliche Weise verhindern, dass sich die verschiedenen Grundwasserebenen im Boden mischen. In das Bohrloch wird nun ein Sperrrohr mit einem Durchmesser von 0,80 Meter gesetzt und die Zwischenräume mit einer speziellen, elastischen Zementmischung aufgefüllt, wodurch der Brunnen zuverlässig von oberflächigen Wasserschichten abgetrennt wird, was verhindert, dass Schadstoffeinträge aus den oberen Schichten in das Brunnenwasser gelangen.

In der zweiten Phase wird nun mit einer Bohranlage im Spülbohrverfahren ein Loch mit einem Durchmesser von 0,70 Meter gebohrt, in das ein Edelstahl-Wickeldraht-Filterrohr mit 0,40 Meter Durchmesser gesetzt wird. Die Brunnentiefe beträgt insgesamt circa 120 Meter. Der 0,15 Meter Raum zwischen Filterrohrrohr und Rand des Bohrlochs wird mit Glaskugeln, die sich nach dem neuesten Stand der Technik hervorragend als Filter eignen, ausgeschüttet. Beginn der zweiten Bohrphase ist die 13. Kalenderwoche. Die Fertigstellung des neuen Brunnens ist für Anfang Mai 2016 geplant.

Print Friendly