ZWR sorgt für sauberes Trinkwasser

Acht Egglhamer Ortsteile werden künftig zentral versorgt

Pfarrkirchen/Egglham, 10. August 2015 – Der Zweckverband Wasserversorgung Rottal (ZWR) hat die Verantwortung für ein extrem weiträumiges Versorgungsgebiet, in dem einzelne Ortschaften immer noch durch private Einzelbrunnen versorgt werden. Aufgrund der schlechten Wasserqualität sowie zunehmenden Wassermangels werden jetzt auch die Ortsteile Schnecking, Öd, Limbach, Hoisberg, Wampendobl, Hausschwendt, Haag und Kindham, die ihr Wasser bisher von Privatbrunnen bezogen, an die öffentliche zentrale Wasserversorgung angeschlossen. Damit ist auch für diese Gemeinden die künftige Versorgung mit sauberem Trinkwasser gesichert.

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Die Bauarbeiten haben begonnen –
Projektteam von links nach rechts:

Hermann Etzel, erster Bürgermeister von Egglham; Richard Griesbacher, Geschäftsleiter der Gemeinde Egglham; Werner Reichl, Wasserwirtschaftsamt Deggendorf; Markus Schmitz, designierter ZWR-Werkleiter (ab 1. Januar 2016); Hubert Vitzthum, Betriebsleiter ZWR; Walter John vom Ingenieurbüro Hausmann+Rieger aus Buch am Erlbach; Timo Lang, Bauleiter der Firma Geisendorfer aus Egglham sowie Otto Haslinger, Vorsitzender des ZWR und Bürgermeister von Reut.
Aufgrund der topografischen Besonderheiten der Region teilt sich das Versorgungsgebiet des ZWR in eine nördliche und eine südliche Region, die völlig unabhängig von einander sind. Die Gesamt-Verbandsfläche beträgt 271 Quadratkilometer. Die geplanten Neuanschlüsse befinden sich im nördlichen Teil, zu denen die Gemeinden Bad Birnbach (Teile), Dietersburg, Postmünster, Pfarrkirchen, Triftern und Egglham gehören. Der südliche Teil umfasst Reut (Teile), Wittibreut und Zeilarn. Die Wasserversorgung des nördlichen Teils wird durch zwei Brunnengebiete gesichert – die Brunnen in Anzenkirchen und Egglham.
Umweltschonende und effiziente Technik im Einsatz

Um die neu angeschlossenen Ortsteile im Gemeindegebiet Egglham mit Trinkwasser zu versorgen, werden circa 8.100 Meter Hauptleitungen im Spülbohrverfahren neu verlegt. Bei diesem innovativen Verfahren finden keine störenden Erdbewegungen statt, die im Anschluss unter Umständen einer aufwendigen Oberflächenwiederherstellung bedürfen. Spülbohrverfahren sind daher besonders umweltschonend, weil sie nur punktuelle Eingriffe in die Ökologie. Das heißt, nur minimale Flurschäden verursachen. Weitere Vorteile dieser Unterbohrungstechnik gegenüber der traditionellen, offenen Bauweise sind die reduzierte Baukosten und -zeiten sowie schnellere Genehmigungsverfahren. Insgesamt werden 42 Neuanschlüsse erstellt. Für die Hausanschlüsse müssen noch mal 1.800 Meter Leitungen verlegt werden. Insgesamt versorgt der ZWR rund 13.000 Personen mit Trinkwasser. Die weiträumige Wasserverteilung in dem sehr hügeligen Areal erfolgt im nördlichen und südlichen Versorgungsgebiet über insgesamt 275 Kilometer Hauptleitungen, 154 Kilometer Hausanschlussleitungen, 91 Schachtbauwerke sowie 4.400 Grundstücksanschlüsse.

Da zum Aufgabenbereich eines kommunalen Wasserversorgungsunternehmens auch die Versorgung für den Feuerschutz sowie für technische Zwecke gehört, werden an der Hauptleitung außerdem 23 neue Hydranten eingebaut, die die bisherigen 1.137 Feuerschutzeinrichtungen des Versorgungsgebiets ergänzen. Die vom Freistaat Bayern geförderte Baumaßnahme wird vom Wasserwirtschaftsamt Deggendorf, Standort Pfarrkirchen, betreut. Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme ist für Ende 2015 geplant.

ZWR in Kürze
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