Muster für kommunale Zusammenarbeit

Zweckverband Wasserversorgung Rottal kooperiert mit Arnstorf

Arnstorf, 30. Juli 2014. Aufgrund der schlechten Wasserqualität wurde jetzt beschlossen, die Privatbrunnen für die Gemeindeteile Oberbreitenbach und Stocka, gelegen zwischen Arnstorf und Dietersburg, an die öffentliche, zentrale Wasserversorgung anzuschließen, um in beiden Ortschaften künftig eine qualitativ hochwertige und zuverlässige Wasserversorgung zu gewährleisten.

Beteiligte des ZWR-Projekts „Arnstorf“ von links nach rechts:
b7-001-zwr-arnstorfFranz Lechner (Wassermeister Markt Arnstorf), Roland Kroiss (Tiefbaufirma Kroiss, Rossbach), Heinz Kaltenhauser (Bauamt Markt Arnstorf), Johann Brunner (2. Bgm. Markt Arnstorf), Manfred Lorenz (Geschäftsstellenleiter Markt Arnstorf), Bernd König (GF ZWR), Werner Reichl (Wasserwirtschaftsamt Deggendorf, Servicestelle Pfarrkirchen), Hubert Vitzthum (Betriebsleiter Wasser Technik ZWR), John Walter (Ing. Büro Hausmann+Rieger, Buch am Erlbach), Wilhelm Ochsenbauer (Tiefbaufirma Kroiss, Rossbach).
Kooperation ermöglicht mehr Wirtschaftlichkeit in schwierigem Gelände

Der Zweckverband Wasserversorgung Rottal (ZWR), Pfarrkirchen, zuständig für die beiden abgelegenen Orte Oberbreitenbach und Stocka, die am nordwestlichen Rand des ZWR-Versorgungsgebietes liegen, kooperiert bei diesem Projekt mit dem Markt Arnstorf, der außerhalb des ZWR-Verbandsgebiets liegt. Die Gründe sind wirtschaftliche Überlegungen. Beim Anschluss neuer Leitungen gilt es besonders Höhenunterschiede im Gelände zu beachten, da hier in der Regel zusätzlich teure Pumpen beziehungsweise Druckerhöhungsanlagen installiert werden müssen, um die unterschiedlichen Gefälle auszugleichen. Um Oberbreitenbach und Stocka samt Umgebung zu versorgen, kauft der ZWR daher künftig das Wasser vom Markt Arnstorf und leitet es in einer 2.300 Meter langen Hauptwasserleitung von Adermann über Oberbreitenbach und Stocka bis nach Thalöd. Darüber hinaus sind noch 1.200 Meter lange Hausanschlussleitungen sowie vier Hydranten zu erstellen. Insgesamt werden in Zukunft 19 Anwesen an die neue Anlage angeschlossen und können sich künftig über sauberes Trinkwasser freuen.

Aufgrund der langen Zuleitung wird die Baumaßnahme vom Freistaat Bayern finanziell gefördert. Die Betreuung übernimmt die Servicestelle Pfarrkirchen des Wasserwirtschaftsamtes Deggendorf. Die Bauoberleitung wurde dem Ingenieurbüro Hausmann+Rieger aus Buch am Erlbach übertragen. Für die Ausführung bekam die Baufirma Kroiss aus Roßbach als günstigster Anbieter den Zuschlag. Als erste Maßnahme werden derzeit die Rohre der Hauptleitung im sogenannten Spülrohrverfahren verlegt. Das heißt, mittels einer speziellen horizontalen Richtbohrtechnik werden unterirdische Kanäle gebohrt und die Rohrleitungen in diese eingezogen. Das vorherige Ausheben von Gräben kann dabei eingespart werden.

Interkommunale Zusammenarbeit – ein zukunftsweisendes Modell

Diese Zusammenarbeit, so Arnstorfs zweiter Bürgermeister Johann Brunner, hat zukunftsweisenden Charakter: „Da bei diesem Projekt mehrere Gemeinden und der zuständige Zweckverband Hand in Hand arbeiten, ist dies als ein Muster für die kommunale Zusammenarbeit zu werten.“

ZWR in Kürze
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